Von Hand prüfen
So findest du Unfollower auf X (Twitter) ohne App
Twitter, heute X, hat keine Liste der Unfollower und schickt keine Benachrichtigung, wenn jemand geht. Herausfinden kannst du es trotzdem, kostenlos, ohne App und ohne Anmeldung bei einem Tracker: am Label „Folgt dir“ auf einem Profil oder mit dem Archiv deiner X-Daten, das du zweimal herunterlädst.
Letzte Aktualisierung:
Die kurze Antwort
Bei einer einzelnen Person öffnest du angemeldet ihr Profil: Fehlt das Label „Folgt dir“, folgt sie dir nicht. Für alle forderst du jetzt dein X-Archiv an und später ein zweites, dann vergleichst du die Follower-Datei aus beiden Downloads. Konten, die in der ersten stehen und in der zweiten fehlen, folgen dir inzwischen nicht mehr. Laut X solltest du pro Archiv mit ein paar Tagen rechnen. Und wer vor deinem ersten Archiv gegangen ist, taucht nirgends auf.
Eine einzelne Person prüfen: das Label „Folgt dir“
Melde dich bei X an und öffne ihr Profil. Folgt dir ein Konto, steht auf seinem Profil das Label „Folgt dir“ (Stand: Oktober 2026). Kein Label, kein Follow.
Das ist ein Ja oder Nein für heute. Ob die Person letzte Woche gegangen ist oder dir nie gefolgt ist, verrät das Label nicht. Es fehlt auch, wenn dich jemand blockiert hat, denn eine Blockierung entfernt auf X den Follow in beide Richtungen. Hier steht, woran du eine Blockierung von einem Unfollow unterscheidest.
Bei ein, zwei Leuten, die du im Verdacht hast, reicht das völlig. Für eine ganze Follower-Liste ist es aussichtslos. Niemand öffnet 1.200 Profile.
Alle kostenlos prüfen: zwei X-Archive vergleichen
In deinem X-Archiv steckt eine Liste deiner Follower. Ein Archiv ist eine Liste von einem Tag, du brauchst also zwei.
- 1
Fordere dein Archiv an
Im Browser öffnest du das Menü „Mehr“, dann „Einstellungen und Datenschutz“, dann „Dein Account“ und dann „Ein Archiv deiner Daten herunterladen“. X fragt nach deinem Passwort, dann nach einem Code, der per E-Mail oder aufs Handy kommt, und dann klickst du auf „Daten anfordern“. Deine E-Mail-Adresse muss vorher bestätigt sein. Sehen die Menüs bei dir anders aus, halte dich an die Anleitung von X.
- 2
Lade dein X-Archiv herunter und schreib das Datum dazu
Laut X solltest du mit ein paar Tagen rechnen. Wenn das Archiv fertig ist, bekommst du eine E-Mail und eine Mitteilung, und du lädst es angemeldet im selben Browser herunter. Schreib das Datum in den Dateinamen und heb die ZIP-Datei auf.
- 3
Fordere später ein zweites Archiv an
Gleiche Schritte. Der Vergleich deckt alles ab, was zwischen den beiden passiert ist: Liegt ein Monat zwischen den Archiven, siehst du, wer in diesem Monat gegangen ist.
- 4
Such follower.js in beiden Archiven
Entpacke jedes Archiv und such im Ordner data nach follower.js (die Konten, denen du folgst, stehen daneben in following.js, im gleichen Format). X beschreibt diese Dateien auf seinen Hilfeseiten nicht. Was hier steht, ist also der Stand von Oktober 2026. Öffne die Datei mit einem Texteditor wie dem Windows-Editor (Notepad) oder TextEdit (Rechtsklick, „Öffnen mit“). Jeder Follower ist ein Eintrag mit einer accountId, das ist eine lange Nummer, und einem userLink. @Namen stehen nicht drin.
- 5
Vergleiche die beiden Dateien in einer Tabelle
Füge in einem leeren Blatt in Excel oder Google Sheets die ganze ältere Datei in Zelle A1 ein und die ganze neuere in B1. Jede Zeile der Datei landet in einer eigenen Tabellenzeile. In C1 tippst du =ZÄHLENWENN(B:B;A1), in Google Sheets =COUNTIF(B:B;A1), und kopierst die Formel nach unten, so weit Spalte A reicht. Eine 0 heißt: Die Zeile daneben steht nicht in der neueren Datei. Um nur diese Zeilen zu sehen, setzt du einen Filter auf Spalte C (in beiden Programmen im Menü „Daten“) und lässt nur die Nullen stehen. Ein Follower, der weg ist, hinterlässt zwei davon: die Zeile mit der accountId und darunter die mit dem userLink.
- 6
Mach aus jeder Nummer ein Profil
Tippe x.com/i/user/ und dahinter die Nummer in deinen Browser. x.com/i/user/783214 öffnet zum Beispiel das Profil von @X. Den userLink, der neben der Nummer gespeichert ist, kannst du überspringen: Das ist ein Link, um dem Konto zu folgen.
Angenommen, in deiner September-Datei stehen 846 Follower und in der Oktober-Datei 852, weil dazwischen 12 Leute gegangen und 18 neue dazugekommen sind. Deine Follower-Zahl ist um 6 gestiegen, und der Vergleich findet trotzdem die Nummern der 12, die gegangen sind.
Ein Follower fehlt: entfolgt, gesperrt oder gelöscht?
Der Vergleich sagt dir, dass dir ein Konto nicht mehr folgt. Warum, sagt er nicht. Die Hilfeseite von X nennt drei Gründe, aus denen ein Follower verschwindet: Das Konto hat dir entfolgt, es wurde deaktiviert, oder X hat es wegen Spam ausgeblendet.
Wir betreiben UnfollowMonkey, einen Unfollow-Tracker, und sehen deshalb, was hinter fehlenden Followern steckt. Von den mehr als 9.000 Follower-Verlusten, die wir zwischen Mai und Oktober 2026 erfasst haben, waren 47 % Unfollows. Die übrigen 53 % waren Konten, die gesperrt (23 %) oder gelöscht oder deaktiviert (30 %) worden waren. Die Zahlen stammen von den Konten, die wir tracken, die meisten mit unter 2.000 Followern.
- Entfolgt
- 47 %
- Gelöscht
- 30 %
- Gesperrt
- 23 %
Von Hand gehst du die fehlenden Konten Profil für Profil durch. Öffnet x.com/i/user/ plus Nummer ein ganz normales Profil, gibt es das Konto noch auf X, es hat dir also entfolgt. Steht auf dem Profil, dass du blockiert bist, ist es eine Blockierung, und steht dort „Account gesperrt“, hat X das Konto gesperrt. Kommt statt des Profils eine Fehlermeldung (am Computer schreibt X, dass die Seite nicht existiert), gibt es das Konto nicht mehr. Mehr zu jedem dieser Fälle steht in Warum deine Follower-Zahl sinkt.
Manche dieser Konten kommen zurück. Ein deaktiviertes Konto lässt sich bei X bis zu 30 Tage lang wiederherstellen, und etwa ein Drittel der Follower, die wir als gelöscht erfasst hatten, ist später zurückgekommen.
Was du von Hand nicht herausfindest
In der Follower-Datei steht kein Datum. Du erfährst nur, dass ein Konto irgendwann zwischen deinen beiden Archiven gegangen ist.
Wer dir zwischen den beiden Archiven entfolgt und dann wieder folgt, steht in beiden Dateien. Der Vergleich zeigt dieses Konto also nie. Von den Unfollows, die wir erfasst haben, endete etwa jeder zehnte damit, dass das Konto später wieder folgte.
Oft wird auch eine Abkürzung empfohlen: die eigene „Folge ich“-Liste durchscrollen und nach Konten ohne das Label „Folgt dir“ suchen. Das beantwortet eine andere Frage, nämlich wer dir nicht zurückfolgt, und es erfasst nur Konten, denen du folgst. In unseren Daten kamen zwei von drei Unfollows von Konten, denen unsere Nutzer nicht zurückfolgten, und die findest du beim Durchscrollen nicht.
Geht es mit einem Konsolen-Skript oder einer Erweiterung schneller?
Schneller schon. Skripte, die du in die Browser-Konsole einfügst, und Erweiterungen, die genauso arbeiten, scrollen deine Follower-Seite für dich durch und speichern die Liste, die dabei zusammenkommt.
In den Automatisierungsregeln von X steht „scripting the X website“ (Skripte auf der Website von X laufen lassen) unter den Dingen, die du nicht tun darfst. Dort steht auch, dass dein Konto dafür dauerhaft gesperrt werden kann.
Wann lohnt sich ein Tracker?
Wenn du das mit den Archiven jeden Monat wiederholen würdest, macht ein Tracker denselben Vergleich für dich.
Unserer speichert die Liste der Konten, die dir folgen, und vergleicht sie bei jedem Check mit der aktuellen. Fehlt ein Konto, schicken wir dir auf X eine DM, die es beim Namen nennt und sagt, ob es dir entfolgt hat, gesperrt oder gelöscht wurde. Blockierungen erscheinen als Unfollows, weil wir beides nicht auseinanderhalten können. Um das zu klären, musst du weiterhin selbst das Profil öffnen: Dort zeigt dir X an, wenn du blockiert bist.
Der kostenlose Plan ist für Konten unter 2.000 Followern und prüft einmal im Monat. Dafür musst du @unfollowmonkey folgen, denn X lässt uns dir nur DMs schicken, wenn du uns folgst. Kong, ein kostenpflichtiger Plan, prüft jeden Tag. Die Pläne stehen auf der Startseite.
Das Hilfe-Center von X rät zur Vorsicht, bevor man einer Drittanbieter-App Zugriff auf sein Konto gibt. Bei uns meldest du dich auf der offiziellen Seite von X an, wir sehen dein Passwort nie und posten nie in deinem Namen. Bevor du irgendeinen Tracker verbindest, lies, woran du einen sicheren Unfollow-Tracker erkennst.
Häufige Fragen
Kann ich sehen, wer mir letzten Monat auf Twitter entfolgt hat, wenn ich damals nichts gespeichert habe?
Nein. Bei X gibt es keinen Verlauf, in dem steht, wer gegangen ist, und ein Archiv listet nur auf, wer dir an dem Tag folgt, an dem es erstellt wird. Für Tracker gilt dieselbe Grenze. Unserer schaut erst ab deiner Anmeldung hin, deshalb können wir dir nur Unfollows ab diesem Zeitpunkt melden.
Kann ich das Archiv auch in der X-App am Handy anfordern?
Ja, unter „Einstellungen und Datenschutz“. Die Hilfeseiten von X nennen von dort aus zwei Wege (Stand: Oktober 2026): Auf einer Seite steht „Account“, dann „Daten und Berechtigungen“, dann „Deine X Daten“, auf einer anderen „Dein Account“, dann „Ein Archiv deiner Daten herunterladen“. Nimm den, den deine App anzeigt.
Warum stehen in meiner Follower-Liste weniger Leute, als meine Follower-Zahl angibt?
Laut der Hilfeseite von X zu Problemen mit dem Folgen lässt der Qualitätsfilter Konten aus der Liste weg, die X für Spam hält, und wenn du ihn ausschaltest, siehst du die ganze Liste. Die Einstellung findest du unter „Mitteilungen“, dann beim Zahnrad-Symbol (im Browser „Einstellungen“), dann „Qualitätsfilter“. Laut X ist er bei neuen Konten standardmäßig an.
Steht im Twitter-Archiv, wann mir jemand gefolgt ist oder entfolgt hat?
Nein, in der Follower-Datei steht kein Datum. X schickt dir aber standardmäßig eine E-Mail, wenn dir jemand Neues folgt. Ein neuer Follower hinterlässt also ein Datum in deinem Postfach.
Quellen
- Hilfe-Center von X: So lädst du dein X-Archiv herunter (auf Englisch)
- Hilfe-Center von X: So greifst du auf deine X-Daten zu (auf Englisch)
- Hilfe-Center von X: Fragen und Antworten zum Folgen (auf Englisch)
- Hilfe-Center von X: Hilfe bei häufigen Problemen mit dem Folgen (auf Englisch)
- Hilfe-Center von X: Blockieren auf X (auf Englisch)
- Hilfe-Center von X: Gesperrte Konten (auf Englisch)
- Hilfe-Center von X: Die Timeline der Mitteilungen (auf Englisch)
- Hilfe-Center von X: Automatisierungsregeln (auf Englisch)
- Hilfe-Center von X: Über Drittanbieter-Apps und Anmeldesitzungen (auf Englisch)
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